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Viel Spaß beim Stöbern auf meiner Seite. Die Hauptthemen meines Blogs sind IT, Radsport und Datenschutz. Die Aktivitäen des THW Radsports finden sich auf http://www.thw-radsport.de

Lars Benthaus

 
Frohes Fest und guten Rutsch!

Ich wünsche allen Besuchern von adben.de ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 
Erste Schritte mit Windows 7 RC PDF Drucken E-Mail
Montag, den 11. Mai 2009 um 11:58 Uhr

Seit letzter Woche steht auf den Seiten von Microsoft der erste Windows 7 Release Candidate (RC) zum freien Download bereit. Microsoft weist draufhin, dass aus Sicherheitsgründen nur sichere Quellen zum Download genutzt werden sollten.

Build 7100r einen ersten Test habe ich den RC auf einer virtuellen Maschine (unter VMWare ESX) installiert und nutze diesen nun über eine Remotedesktopverbindung (RDP) als Arbeitsplatz. Die erste Auffälligkeit ist der erstaunlich geringe Resourcenverbrauch. Die VM gibt sich mit einer CPU und 1024 GB RAM zufrieden. Meine vorherige virtuelle XP-Installation lief erst ab zwei vCPUs stabil. Die Oberfläche nach der Anmeldung erinnert an die ersten Erfahrungen mit Windows Vista. Das klassische Design ist zwar noch verfügbar, aber das Startmenü ist nur in der neuen Fassung zu haben. Dies bedarf einiger Umgewöhnung. Ansonsten bietet die Oberfläche viele von Viste bereits bekannte Details. Auch die immer mal wieder auftauchenden Sicherheitsabfragen sind uns erhalten geblieben. Wie ich vor kurzem auf einer Microsoft Technet-Veranstaltung feststellen durfte, hat dies durchaus Vorteile. So arbeitet beispielsweise der Internet Explorer immer mit Benutzerberechtigungen und bekommt nur auf Anforderung kurzfristig mehr Rechte zugewiesen.

Ein gewisser Teil von Schadsoftware wird damit automatisch erstmal geblockt. Das Design von Paint und Wordpad ist überarbeitet wordenMS Paint und mit Ribbon-Menüs versehen worden. Neben dieser seit Office 2007 eingeführten Technik, ist auch der Funktionsumfang beider Anwendungen gestiegen.

Der RC wird immer als Ultimate-Version installier, damit ist standardmäßig das Windows Media Center in der Installation enthalten. Wie bereits in den Vorgängerversionen ist es möglich über einfache Menüsteuerung durch eigene Bilderalben, Musik- und Videosammlungen zu blättern und diese anzuzeigen. Was die TV-Funktion für Möglichkeiten zur Verfügung stellt liess sich auf Grund der Virtualisierung bisher nicht testen.

Insgesamt hinterlässt dieses Build bereits einen sehr stabilen und ausgereiften Eindruck, obwohl Microsoft den produktiven Einsatz des RCs ausdrücklich nicht empfiehlt und unterstützt.

Update 12.05.2009: Laut Microsoft wird Windows 7 pünktlich zum Weihnachtsgeschäft fertig.

 
Der vermeintliche Milliardenmarkt Kinderpornografie PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 10. Mai 2009 um 13:59 Uhr

Unsere Familienministerin führt immer wieder gerne die Milliardeneinnahmen der Kinderpornoindustrie (KiPo-Industrie) ins Feld. Doch woher kommt eigentlich diese Zahl. Dazu ist vielleicht ein kleiner Exkurs zur Entstehungsgeschichte des Gesetzesvorschlags notwendig. Hierzu ist ein Artikel in der Onlineausgabe der Welt hervoragend geeignet: Wie der Kampf gegen Kinderpornos funktioniert. Laut dem Artikel wurde Ursula von der Leyen durch Gespräche mit Julia von Weiler (Geschäftsführerin der Kinderschutzorganisation Innocence in danger, Deutschland) während einer gemeinsamen Tagung in Rio de Janeiro auf das Thema aufmerksam. Zitat: "Da ist mir zum ersten Mal klar geworden, was eigentlich Kinderpornografie ist“, sagte von der Leyen nach ihrem Rio-Besuch. „Ich habe das Ausmaß des Grauens vorher nicht gekannt.“ Und ihr war auch nicht klar, dass andere Länder längst mit Internetsperren gegen diesen kommerziellen Massenmarkt mit perversem Material und Millionenumsätzen ankämpfen." Im Vorfeld hat Frau von Weiler auf einer Pressekonferenz , die Bundesregierung aufgefordert mit Hilfe eines Gesetzes "einschlägige Internetseiten" zu sperren.

So wurde ein "in vielerlei Hinsicht" als "eines der wichtigsten Vorhaben" der Bunderregierung derzeit (zu Guttenberg im Interview mit der Tagesschau) geboren. Wer ist Innocence in danger? Eine im Jahr 1999 unter Schirmherrschaft der UNESCO gegründete Kinderschutzorganisation. Die deutsche Sektion hat 2003 ihre Arbeit aufgenommen. Im Vorstand sind einige bekannte Namen zu finden, so unter anderem auch die Frau des Wirtschaftsministers zu Guttenberg. Der Verein war in der Vergangenheit eher mit Wohltätigkeitsgalas bekannt geworden.

Doch woher stammt nun der Milliardenmarkt?
Auf einer Konferenz über "Pedocrimes" in Neuchatel im Februar 2008 soll der italienische Staatsanwalt Ferdinand Imposimato über die Ausbeutung von Kindern durch organisierte Kriminalität berichtet haben. Welche im Jahr Geschäfte in diesem Bereich in Höhe von 24 Mrd. US$ machen würde. Dies geht aus dem Konferenz-Bericht von Shay Cullen hervor. Auf der Homepage von Innocence in danger wird diese Aussage Stephanie Moutiez (Excutive Master of Economic Crime Investigation, Studienabschluß über Wirtschaftsverbrechen) zugeschrieben. Ebenfalls auf dem obengenannten Symposium in Neuchatel. Im Odem-Blog hat sich bereits am 1. Mai auf die Suche begeben und so zusätzlich zu den obigen Ergebnissen den Text der englischen Wikipedia-Seite zur Kinderpornografie quergelesen. Hier bezieht man sich als Quelle für den Milliardenmarkt auf eine amerikanische Kinderschutzorganisation.  Welche in einer Fußnote widerrum auf Top Ten Reviews ™ “Internet Filter Review” verweist.  In der zugehörigen Pressemitteilung findet sich die quellenlose Behauptung von "$3 billion annually" -> 3 Milliarden US Dollar.

Wer weiter im Netz sucht wird auf den etwas älteren Blogeintrag des Wallstreet Journals stoßen. Leider sind einige Links nicht mehr nachzuvollziehen. Carl Bialik konnte die verwendeten Zahlen nach Straßburg in Europa zurückverfolgen. Im Gespräch ist hier bereits eine Summe von über 20 Milliarden Dollar Einnahmen pro Jahr Leider sind Informationen auf den Seiten des Europaparlaments nicht mehr aufzufinden. Die Googlesuche nach "multi-billion dollar industry child porn" förderte viele Seiten zutage welche sich auf obengenannte NCMEC-Daten beziehen. Die 23 Milliarden US-Dollar finden sich übrigens in einer Grafik auf der Innocence in danger-Seite wieder. Hier wird deutlich was eigentlich gemeint ist: "23 Milliarden jährlich mit Kinderhandel und -prostitution.", also ist damit keineswegs die webbasierte KiPo gemeint.

Ohne Frage: Für die betroffenen Kinder spielt es wohl kaum eine Rolle, ob es 23 Milliarden oder nur 1 Million Dollar Umsatz sind.

 
Akt der Selbstzensur PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 06. Mai 2009 um 22:11 Uhr

Gerade eben in einem Kommentar bei Heise gefunden und gestaunt:

http://search.live.com/results.aspx?q=strumpfhose

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 11. Mai 2009 um 11:58 Uhr
 
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